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Die Menschlichkeit nicht verlieren

Warum wir auch unter Termindruck und in schwierigen Projekten nicht vergessen, dass auf der anderen Seite immer Menschen stehen.

Die Menschlichkeit nicht verlieren
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Im Bauwesen gibt es Phasen, in denen alles auf einmal drückt: Mehrere Abgaben gleichzeitig, ein schwieriger Auftraggeber, ein Planungsfehler der ausgebügelt werden muss, zu wenig Schlaf. In diesen Momenten liegt es nah, kurz und unfreundlich zu werden.

Das ist menschlich. Aber es ist keine Entschuldigung.

Druck wird nicht weitergewälzt

Wenn jemand im Team unter Druck steht, wird dieser Druck nicht an Kolleginnen oder Auftraggeber weitergegeben. Druck erzeugt Fehler. Und Fehler erzeugen mehr Druck. Wer diesen Kreislauf unterbricht, schützt das ganze Team.

Das bedeutet nicht: So tun, als wäre alles in Ordnung. Es bedeutet: Die Belastung benennen, Hilfe organisieren, und trotzdem mit dem nächsten Menschen so sprechen, wie man selbst gerne angesprochen werden möchte.

Was wir von einander erwarten

Wir erwarten nicht, dass jemand bei jedem Meeting strahlt. Aber wir erwarten, dass wir respektvoll miteinander umgehen — auch wenn es schwierig ist. Dass wir zuhören, bevor wir antworten. Dass wir den Auftraggeber nicht als Problem sehen, sondern als Partner der gerade auch Druck hat.

Ein konkretes Bild

Manchmal ist das Wichtigste in einem langen Planungsgespräch nicht die Lösung des technischen Problems — sondern der Moment, in dem man kurz innehält und fragt: Wie geht es Ihnen eigentlich? Was drückt Sie gerade wirklich?

Das kostet zwei Minuten. Es verändert alles.